2015

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Guter Gott,

Ökumenisches Friedensgebet 2015

Ökumenisches Friedensgebet 2015
Abbildung: Malerei von Polycarp Uehlein in der Kirche von Malolo, Tansania. | Foto: © Thomas Cugini, Zürich/CH

du bist der Schöpfer der Welt,
der Ursprung und die Vollendung
unseres Lebens,
die Quelle der Liebe und des Friedens.
Wir loben dich und danken dir
für die Menschen
unterschiedlicher Religionen und Kulturen.
Du hast sie nach deinem Bild erschaffen.
Wir loben dich und danken dir für unsere Heimat
mit all den wunderbaren Landschaften,
den vielen Bäumen und Pflanzen
und den Tieren aller Art.
Wir loben dich und preisen dich.

Guter Gott,

du bist ein Gott der Barmherzigkeit
und Versöhnung.
Segne alle Stämme und Völker,
und alle, die ein gutes Zusammenleben
zwischen den Kirchen und Religionen fördern,
damit wir mehr Gerechtigkeit,
Frieden und Gemeinschaft erreichen.
Segne Frauen wie Männer,
und stärke sie in dem Bemühen,
einander zu achten und wertzuschätzen.
Segne unsere Familien,
damit sie Freude und Leid des Lebens annehmen
und miteinander teilen können.
Segne unsere Kinder und Jugendlichen,
damit sie Chancen auf ein besseres Leben haben.
Wir loben dich und preisen dich.

Guter Gott,

du bist ein Gott des Friedens.
Schenke Weisheit und Vernunft allen,
die Verantwortung für die Menschheit tragen.
Schenke Umkehr und Wandlung allen,
die Gewalt und Hass verbreiten.
Schenke Hoffnung und Frieden allen,
die unter Krieg, Gewalt
und Ungerechtigkeit leiden.
Wir loben dich und preisen dich.

Guter Gott,

wir bitten dich um Frieden
für alle Menschen auf der Welt,
durch Jesus Christus,
unseren Herrn, in der Einheit
des Heiligen Geistes.

Amen.

Pater Mathew Thomas Thazhathukunnel MSFS


Der Autor

Der Verfasser gehört zum Orden der Missionare des Franz von Sales (MSFS), Provinz Ostafrika. Er stammt aus Indien und ist seit 2001 als Missionar in Tansania tätig. Sein Doktoratsstudium hat er in Graz, Österreich, absolviert. Seit 2011 ist P. Mathew Direktor des ‚Lumen Christi Instituts‘ in Arusha, Tansania. In seinem Buch „Pastoraler Zugang zum Interreligiösen Dialog in Tansania“ (2013) hat er sich intensiv mit der Thematik des Interreligiösen Dialogs auseinandergesetzt.


Das Land

Tansania ist ein Staat in Ostafrika mit rund 41 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 945.000 km². Hauptverkehrssprache, die von nahezu allen verstanden und gesprochen wird, ist Kisuaheli. Hauptstadt ist Dodoma, Regierungssitz und größte Stadt ist Dar-es-Salaam. 30-40 % der Bevölkerung sind Christen, 30–40 % Muslime, die Übrigen sind Angehörige indigener Religionen. Das heutige Tansania bildete bis zum 1. Weltkrieg den größten Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Noch heute gibt es starke kirchliche Verbindungen zwischen Deutschland und Tansania. 1961 wurde das Festland als Tanganjika von der britischen Kolonialherrschaft unabhängig und verband sich 1964 mit Sansibar zu Tansania. Erster Präsident war Julius Nyerere, der als einer der wenigen afrikanischen Staatsführer der jüngeren Geschichte freiwillig vom Präsidentenamt zurücktrat. Tansania hat seit der Unabhängigkeit eine vergleichsweise friedliche Entwicklung genommen. Zahlreiche Flüchtlinge aus den Nachbarländern Burundi, Ruanda, Zaire/Kongo, Mosambik und sogar dem Apartheid-Südafrika fanden in Tansania Schutz vor kriegerischer Gewalt und Verfolgung.


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