2004

arrowKrieg ist immer eine Niederlage der Menschheitarrow

Mit diesem Appell des Hl. Vaters starteten wir im vergangenen Jahr erstmalig eine Gebetskette für den Frieden. Mit dem „Ökumenischen Friedensgebet 2004” setzen wir diese Initiative fort. Wir möchten diesmal vor allem die Christinnen und Christen bei uns und weltweit zur Begegnung mit anderen Religionen einladen.

Ökumenisches Friedensgebet 2004 (Titel) | Foto: missio

Ökumenisches Friedensgebet 2004 (Titel)
Foto: missio

Mit einer klaren Absage an Terror und Gewalt hat uns Papst Johannes Paull II. in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2004 erneut aufgefordert, ein unmissverständliches Zeichen für Begegnung und Versöhnung zu setzen. Denn Gewalt führe nicht zum Frieden und niemals heilige der Zweck die Mittel.

Auch die diesjährige ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen unter dem Motto „Meinen Frieden gebe ich Euch” (Joh 14, 23-31) rückt das zentrale Thema „Frieden” in den Mittelpunkt und erinnert an den Auftrag Jesu, durch Liebe Trennungen zu überwinden und gemeinsam Horizonte des Lebens zu eröffnen. Denn noch immer verstellen die von der Welt vergessenen Bürgerkriege in den Ländern Afrikas und Asiens und die nicht endende Welle der Gewalt im Nahen Osten den Weg des Dialoges und der Versöhnung.

Der Hl. Vater ist in seinem Pontifikat nicht müde geworden, sich für den Frieden einzusetzen und zum Gebet für den Frieden einzuladen. Er gibt uns ein Zeugnis einer wahrhaft missionarischen Kirche, die mutige Hoffnungsimpulse gibt, und das nicht nur für die christlichen Kirchen. Christinnen und Christen überwinden im gemeinsamen Gebet Grenzen und werden dadurch zu Werkzeugen von Frieden und Versöhnung.

Wir laden alle dazu ein, kleine Glieder einer großen Gebetskette zu sein. Denn: Gewalt muss ein Ende finden. Eine Zivilisation des Respekts, des Dialogs, der Gerechtigkeit und Liebe ist möglich, weil der Name des einen Gottes Leben, Friede, Schalom und Salaam ist.


Das Gebet

Die Himmel, der gesamte Kosmos, die bewohnte Erde,
alle ihre Völker, Kulturen und Religionen
erzählen von Deinem Namen, Herr.
In der Tiefe der menschlichen Existenz
klingt er an wie eine unerfüllte Sehnsucht:
Dein Name, Herr, ist Leben und Friede, Schalom und Salaam.

Du bist Vater und Mutter aller Stämme und Kulturen.
Alle haben in Dir ihren Ursprung.
Alle Menschen sind Dein Ebenbild.
Dich bezeugen alle, die sich füreinander öffnen.
Du bist der Urgrund jeder menschlicher Begegnung,
Grund und Ziel jeder Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit.

In uns lebt eine unzerstörbare Hoffnung:
Unser Herr und Bruder Jesus Christus
hat Deinen Namen bekannt gemacht.
Er hat allen ohne Unterschied Leben und Zukunft versprochen.
Er ist unser Friede.
Er wird alle Mauern niederreißen (Eph 2,14),
welche trennen, ausgrenzen und erniedrigen.
Sein Geist öffnet Türen und Herzen.
Er ermöglicht Begegnung.
Er lässt Vertrauen wachsen.
Er führt alle, die Dich in Wahrheit suchen,
auf Wege gemeinsamer Hoffnung,
gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung
und für alles Leben.
Er lädt ein in das eine Haus mit den vielen Wohnungen.
(Joh 14,2)

Dein Name, Herr, ist Leben, Friede, Schalom, und Salaam.
Dieser Name sei genannt und gepriesen von allen.
Mit allen, die diesen Namen kennen,
bitten wir um Frieden für die Nahen und um Frieden
für die Fernen (Jes 57,19).
Um Frieden in den Herzen, Frieden in allen Zelten,
Häusern und Palästen.
Um Frieden zwischen den Religionen und Kulturen.
Um Frieden für die Schöpfung, die seufzt (Röm 8,22).
Zeige allen, wer Du in Wahrheit bist.

Mache uns zu Werkzeugen Deines Friedens.

P. Hermann Schalück ofm


Download

Für Ihre Arbeit in Schule, Kirchengemeinde, Jugendgruppe oder auch für den privaten Gebrauch stellen wie Ihnen den Flyer zum Ökumenischen Friedensgebet 2004 kostenlos zum Download zur Verfügung. Ebenso können Sie das Titelbild in einer größeren Version herunterladen, um es z.B. mit einem Beamer an eine Wand zu projizieren.