2012

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Großer Gott,

Ökumenisches Friedensgebet 2012 (Titel)

Ökumenisches Friedensgebet 2012 | Foto: Philip E. Yobale (mit freundlicher Genehmigung von Liv Emmerlich)

Du bist uns wahrer Vater
und wahre Mutter.
Wir danken für unser Land
und für die Welt, die Du so
schön gemacht hast.
Verzeih, wenn Deine Schöpfung
durch unser Tun und
Lassen verdorben wird.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Begleite Du uns und unsere
Familien mit Deinem Segen.
Mache sie zu einem Ort der Liebe und des Friedens.
Lass Eltern und Kinder weise und geduldig sein.
Gib uns die Kraft, dass wir aufmerksam sind und
voller Respekt achtsam und wertschätzend miteinander umgehen.
Lass uns erkennen, wenn es an Liebe mangelt
und wir einander vernachlässigen.
Erneuere Du uns dann mit Deinem Geist.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Gib uns die Kraft, das Richtige in unserer Gesellschaft zu tun.
Hilf uns, das Böse zu unterlassen.
Lass uns für Gerechtigkeit und Wohlergehen eintreten.
Dein Friede möge in unserem Leben und
dem unserer Familien Einzug halten.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Segne diejenigen, die sich für andere einsetzen
und Deinem Frieden Gewicht verleihen wollen.
Gib ihnen Kraft und Hoffnung.
Tröste die Kranken, die Geschundenen und ungerecht Behandelten.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Amen.

Während einer Veranstaltung der Frauenarbeit zur Dekade zur Überwindung von Gewalt, wurden von Martha Aisi Elisa in Papua-Neuguinea Gebete gesammelt und danach inhaltlich zusammengefasst. Die Theologin ist Leiterin am lutherischen Banz National Women‘s Training Centre. Sie stammt von der Insel Siassi, ist verheiratet und hat einen Sohn. | (Übertragung: Hofagao Kaia und Freddy Dutz)


Der Künstler

Philip Ebial Yobale, geb. 1968 in Dirima in der Chimbu Provinz, verstorben 2008 in Port Moresby, Papua-Neuguinea, stammte aus einer traditionellen Familie im Hochland Papua-Neuguineas.

In „Gesichter und Vision“ („Faces and Vision“, 1997) kartierte er die durch den Konflikt im Heimatdorf seiner Mutter zerrissenen Seelen. Die Augen in Philips Arbeiten repräsentieren die Seele, die zerrissen wird von allgegenwärtigen sozialen und politischen Konflikten auf der Suche nach der moralischen Balance, dem gutpela sindaun – einem friedvollen Leben. Den Erlös aus dem Farbdruck überwies Philip an die Familie seiner Mutter zur Beilegung eines Konfliktes, um Frieden in seinem Heimatdorf zu schaffen. - 1999 gewann er den missio-Kunstpreis. | (Text: Heide Lienert-Emmerlich)


Download

Für Ihre Arbeit in Schule, Kirchengemeinde, Jugendgruppe oder auch für den privaten Gebrauch stellen wie Ihnen den Flyer zum Ökumenischen Friedensgebet 2012 kostenlos zum Download zur Verfügung. Ebenso können Sie das Titelbild in einer größeren Version herunterladen, um es z.B. mit einem Beamer an eine Wand zu projizieren.