2019

» Das Gebet «

Ökumenisches Friedensgebet 2019 | Abbildung: © Worreingam* & Imnanuchet*

Ökumenisches Friedensgebet 2019
Abbildung: © Worreingam* & Imnanuchet*, Nordostindien.

Allmächtiger Gott,

Schöpfer und Erhalter allen Lebens,

wir treten vor dich,
um für Frieden und Gerechtigkeit zu beten.

Du hast uns mit einer wunderbaren Heimat gesegnet:
Die Natur ist prachtvoll und schön.
Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kommen hier zusammen. Wir hören viele Dialekte und Sprachen.

Aber aus menschlicher Schwachheit und wegen
unseres Egoismus‘ geraten deine Schöpfung
und das Zusammenleben der Völker immer
wieder aus den Fugen. Deshalb bitten wir dich:

Wenn Unfriede herrscht und Menschen unter
Konflikten leiden:
Dann, Gott, öffne dem Frieden Tore in unsere
Herzen und in die Herzen der Völker.

Wenn Misstrauen und Gewalt unter den Menschen
wächst und Hass zwischen den Völkern entsteht:
Dann, Gott, stärke den Geist der Einheit.

Wenn uns Chaos und Durcheinander ängstigen
und Propaganda uns in die Irre führen will:
Dann, Gott, gib uns ein Herz voller Frieden,
das uns sicher durch diese Unklarheiten leitet.

Wenn es immer wieder neu gilt, die Probleme und
Sorgen der Menschen und Völker anzugehen:
Dann, Gott, lass uns Menschen unterstützen,
die sich in unserem Land und weltweit für Gerechtigkeit,
Gleichheit und Frieden einsetzen.

Gott, schenke uns deine Hilfe und lass uns das
Unsere tun gegen jede Art von Ungerechtigkeit.

Weil du uns deinen Frieden verheißen hast,
dürfen wir, dein Volk, neue Hoffnung schöpfen
und frischen Mut. Darum bitten wir dich im Namen
unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.

Amen.

Imtiwala Imchen


Die Autorin

Die protestantische Theologin Imtiwala Imchen ist Leiterin des Zentrums für Friedensforschung und Friedensaktionen (CCPRA) am Clark Theological College in Nagaland/Indien.


Die Künstler

Das Bild der indigenen Künstler Worreingam* (aus der Volksgruppe der Tangkhul Naga) und Imnanuchet* (Volksgruppe der Ao Naga) ist als Appell an alle Menschen zu verstehen, ihre Unterschiede zu akzeptieren und sich unabhängig von Geschlecht, Kultur oder Ethnie zu versöhnen. Die Taube symbolisiert unsere Träume einer friedlichen Welt, die die Dunkelheit und Zerrissenheit der Welt überwindet. Wenn wir auf unsere Träume hören, können wir gemeinsam unsere Friedenshoffnung Realität werden lassen.

*Familiennamen sind in Nagaland oft nicht üblich


Das Land – die Region

Nordostindien umfasst die sieben Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland und Tripura. In dieser sensiblen Grenzregion zu China, Bangladesch und Myanmar leben etwa 45 Mio. Menschen. Es ist ein ethnisch und kulturell sehr heterogenes Gebiet. Die dortigen Bergregionen sind kaum von der Sanskrit-Kultur durchdrungen. Die hier siedelnden Völker haben ihrem Äußeren, ihren Sprachen und ihren Gebräuchen nach eher Gemeinsamkeiten mit den Einwohnern Südostasiens. Viele von ihnen gehören kleinen Volksgruppen an mit einer ebenso großen Vielzahl an Sprachen, Dialekten und Kulturen. Oft werden sie von der Zentralregierung und der indischen Mehrheitskultur schikaniert und unterdrückt, etwa durch die Ausbeutung von Bodenschätzen oder den Bau großer Staudämme, geplant und durchgeführt ohne Rücksicht auf die lokale Bevölkerung und die Natur. So kommt es immer wieder zu Kämpfen für mehr Autonomie von Indien. Auch Auseinandersetzungen zwischen den Stammesgruppen um lokale Vorherrschaft sorgen für latente Spannungen.

Die Einwohner der Ebenen Assams, Tripuras und des Manipur-Tals sind mehrheitlich Hindus. Daneben gibt es dort eine große muslimische Minderheit. In den Bergregionen ist dagegen das Christentum die dominierende Religion: In Nagaland, Meghalaya und Mizoram sowie der Bergregion Manipurs ist die Mehrheit der Bevölkerung christlich.

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