2018

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Ökumenisches Friedensgebet 2018 | Abbildung: Ausschnitt aus „Mahelet“ von © Alem Getachew Worku.

Ökumenisches Friedensgebet 2018
Abbildung: Ausschnitt aus „Mahelet“
von © Alem Getachew Worku, Äthiopien.

Gott, gib uns ein reines Herz, das versteht,
was Frieden bedeutet.

Lass uns begreifen, was dein Friede ist.
Dann können wir wirkliche Friedensstifter sein
in unserer Welt.

Schenke uns deine Gnade, damit wir nicht von
Trägheit, Gleichgültigkeit oder Furcht besiegt werden.
Lass uns hellwach einstehen für Frieden.

Gib uns den festen Willen und die Stärke,
den Weg des Friedens ausfindig zu machen
und ihm zu folgen.

Lass uns beitragen zu einer friedfertigen
Stimmung in unseren Häusern und auf
unseren Plätzen.

Mögen wir uns einsetzen für eine Kultur des
Friedens zwischen allen Völkern.
Schenke uns Weisheit, damit wir unser Leben
auf dem festen Grund des Friedens aufbauen.
Lass die Welt durch unseren liebevollen Umgang
miteinander erkennen, dass du die Quelle
des Friedens bist.

Wir vertrauen auf die Zusage deines Sohnes Jesus
Christus: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen
Frieden gebe ich euch. Nicht einen Frieden, wie die
Welt ihn gibt, gebe ich euch. Lasst also eure Herzen
nicht bekümmert sein und voller Angst.“
So wollen wir andere teilhaben lassen an dem
Frieden, den wir bereits erhalten haben, während
wir gleichzeitig auf dem Weg unseres Lebens in
dieser Welt, sehnsuchtsvoll auf die Vollendung
deines Friedens hoffen.

Amen.

Abba Petros Berga


Der Autor

Der Verfasser Abba Petros S. Berga ist römisch-katholischer Priester. Geboren und aufgewachsen in Äthiopien, beendete er sein Theologiestudium in Utrecht/Niederlande, wo er für die Diözese Haarlem-Amsterdam zum Priester geweiht wurde. Er arbeitete viele Jahre als Gemeindepfarrer sowie für die katholische äthiopisch-eritreische Gemeinde in den Niederlanden. Ökumene und interreligiöser Dialog sind ihm wichtige Anliegen. Sein Interesse an Frieden und Versöhnung in dem multiethnischen und multireligiösen Äthiopien mündete in einem „Pilgerweg der Hoffnung“, der von den Niederlanden nach Äthiopien führte. Inzwischen lebt und arbeitet er als Priester in der Diözese Addis Abeba.


Die Künstlerin

Alem Getachew Worku wurde 1982 in Äthiopien geboren. Die Autodidaktin arbeitet als Künstlerin und Kunstpädagogin in Addis Abeba.
Der Bildname „Mahelet“, auch „Mahlet“ geschrieben, stammt aus der altäthiopischen Sprache Ge’ez, die bis heute in der äthiopisch-orthodoxen sowie der äthiopisch-katholischen Liturgie verwendet wird. Er bedeutet „Gepriesen sei Gott“.
Aus dem reichen Erbe des äthiopischen Christentums zu sehen sind u.a. Sonne (Christus) und Davidstern, runde Kirchenkuppeln, eine kreuzförmige Felsenkirche und die Spitze des Obelisken von Axum.


Das Land


Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat in Ostafrika mit gut 100 Mio. Einwohnern auf einer Fläche, die mehr als dreimal so groß wie Deutschland ist. Das Land gilt als eines der Herkunftsländer des modernen Menschen und kann auf eine über 3000-jährige Geschichte zurückblicken. Es ist das Ursprungsgebiet der Kaffeepflanzen.
Äthiopien zählt zu den ältesten christlich geprägten Nationen der Erde und wurde von Europa nie kolonisiert. Die wichtigsten Glaubensgemeinschaften sind die der äthiopisch-orthodoxen Christen (43,5 %), der sunnitischen Muslime (33,9 %) und der verschiedenen evangelischen Kirchen (18,6 %). Kleine Minderheiten bilden die Katholiken (0,7 %) sowie die Anhänger von traditionellen und anderen Religionen (3,3 %).
Das Land hat im Innern enorme politische, ethnische und wirtschaftliche Probleme und erleidet immer wieder Dürren. Spannungen gibt es mit den Nachbarländern Eritrea und Somalia.

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