2016

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Gott,

Ökumenisches Friedensgebet 2016

Ökumenisches Friedensgebet 2016
Abbildung: Wandgemälde in Tacloban auf der Insel Leyte zum Supertaifun Haiyan. | Foto: © Hartmut Schwarzbach

du Schöpfer des Universums
und unserer Mutter Erde.
Du hast uns Menschen
nur wenig geringer geschaffen als die Engel.
Mit einer herrlichen Welt hast du uns beschenkt.
All ihre Pracht hast du uns anvertraut.

Gott, gieße aus den Frieden,
den nur du geben kannst.

Als deine Kinder erleben wir
deine grenzenlose Liebe,
spüren deine Fürsorge und Zuwendung:
du bist wie ein guter Vater
und eine liebende Mutter.
Du hast uns gelehrt, was Recht ist:
deine Barmherzigkeit zu leben
und demütig mit dir zu gehen.
Gott, gieße aus den Frieden,
den nur du geben kannst.

Doch wir leben in einer Zeit,
in der in den Philippinen und in
vielen anderen Ländern Menschen erleben,
dass ihre Rechte mit Füßen getreten werden,
dass sie um ihr Land
und um ihr Leben kämpfen müssen,
dass ihre Kultur und ihre Zukunft in Gefahr sind.

Gott, gieße aus den Frieden,
den nur du geben kannst.

Unsere Herzen trauern mit allen,
deren Heimat bedroht ist durch Tyrannei.
Manchmal werden wir mutlos, schreien und
klagen über das Unrecht, das so viele erleiden.
Wie Ströme fließen dann unsere Tränen.

Gott, gieße aus den Frieden,
den nur du geben kannst.

Wir Menschen sind nicht
voneinander zu unterscheiden:
ein Atem, eine Menschheit.
Schmerzt ein Glied,
dann leidet der ganze Körper.
Schwindet das Leben anderer sinnlos,
vergeht auch ein Teil von uns.
Herr, gieße aus den Frieden,
den nur du geben kannst.
Nach ihm wollen wir streben allezeit.
Amen.

Trelly Marigza


Die Autorin

Die Verfasserin des Gebets, Trelly Marigza, ist mit einem Bischof der United Church of Christ in the Philippines (UCCP) verheiratet und Mutter dreier erwachsener Kinder. Ausgebildet als Chemieingenieurin engagiert sie sich ehrenamtlich in verschiedenen kirchlichen Gremien und in Nichtregierungsorganisationen, vor allem in der Frauenarbeit.


Das Land

Philippinen

Philippinen

Die Philippinen sind ein Inselstaat im westlichen Pazifik mit der Hauptstadt Manila. Landesprachen für die mehr als 100 Mio. Einwohner sind Filipino und Englisch. Ein Erbe der spanischen Kolonialzeit (ab 1565 bis 1898) ist der christliche Glaube der Bevölkerungsmehrheit. Der Anteil der katholischen Kirche liegt bei über 80 Prozent, der der evangelischen Kirche bei knapp drei Prozent, der weiterer christlicher Kirchen bei etwa sieben Prozent. Die muslimische Minderheit (ungefähr fünf Prozent) konzentriert sich auf den Süden mit der Insel Mindanao. Das Staatsgebiet von 300.000 km² verteilt sich auf über 7.000 Inseln, von denen knapp 900 bewohnt sind. Die Bevölkerung ist jung und wächst jährlich um etwa zwei Prozent. Seit dem Ende der US-amerikanischen Kolonialzeit (1898 bis 1946) sind die Philippinen unabhängig. Das Land leidet unter zahlreichen menschengemachten sozialen und politischen Ungerechtigkeiten sowie unter den Folgen von Erdbeben und regelmäßigen schweren Wirbelstürmen. Über zehn Millionen Filippinas und Filipinos arbeiten im Ausland und sichern ihren Familien mit den Geldüberweisungen ein besseres Überleben.

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